Storyboards sind essentieller Bestandteil eines Films. Sie tragen im Wesentlichen zur Reduktion von Produktionskosten bei. Sie dienen allen Departments gleichermaßen zur Inspiration, wie zur Planung der zu visualisierenden Szenen. Durch den Einsatz eines Storyboards werden künstlerische wie technische Zielsetzungen formuliert und Planungen vereinfacht. Die Produktionskosten bleiben im Rahmen des Budgets.
Die veränderten Sehgewohnheiten des Publikums, das eine Filmrezeption auf hohem Niveau mitbringt, erfordern den Einsatz modernster technischer Mittel. Die Verwendung von CGI (computer generated images) wird dabei immer selbstverständlicher. Die Entscheidung in der Preproduktion, welche Sets real für die Produktion gebaut werden und welche am Rechner gezeichnet werden, wird zunehmend bei der Visualisierung durch ein Storyboard getroffen. Auch die Kalkulation aufwändiger Masken und teurer Kostüme in Wechselwirkung mit Computeranimationen und CGi ist mitunter so komplex, daß eine Visualisierung durch ein Storyboard nötig wird. Die dabei erzielte Planungssicherheit in Bezug auf das Budget ist nicht der einzige Vorteil.
Das Storyboard als Kommunikationsgrundlage zwischen Regisseur und den verschiedenen Departments eliminiert Missverständnisse und macht sichtbar; was sonst mühsam und zeitraubend formuliert werden muss.
Nicht nur die gesamte technische Planung profitiert, durch den Einsatz eines Storyboards. Es befreit von Sachzwängen. Es motiviert und inspiriert alle Beteiligten Departments zu überdurchschnittlichen Leistungen, was die künstlerische Qualität des Films wesentlich steigert.
Das Storyboard im Animationsfilm
Abweichend vom Realfilm-Storyboard ist ein Storyboard im Rahmen eines Animationsfilms sehr viel detaillierter in seiner Darstellung. Im Idealfall wird der Storyboarder hier in enger Abstimmung mit dem Regisseur zum Schnittmeister. Die Entscheidungen, die bei der Umsetzung der Geschichte getroffen werden, sind sofort in einem Animatic überprüfbar.
Ein Animatic entspricht der Rohfassung eines Realfilms. Das Timing der Schnittfolge, wie der Rhythmus der Filmsprache kann so schon in der Preproduction-Phase festgelegt und dann in der Ausarbeitung des Layouts und der Animation verfeinert werden. Ziel ist es ein Timing für das Animations-Department festzulegen, so daß der Schnitt lediglich ein Feinschnitt ist. So entsteht die Filmsprache schon in der Storyboard-Phase.
Im Animationsfilm ist der Soundtrack bereits produziert, bevor es zur visuellen Umsetzung durch ein Storyboard kommt. Layout-Filmmusik und Layout-Geräusche werden an diesem Punkt gemeinsam mit den Dialogen in einem Track grafisch visualisiert und frame to frame in einem sogenannten Exposuresheet (X-sheet) ausgegeben. Dieses X-Sheet hilft dem Animator die zu animierende Szene in der passenden Dynamik und Emotionalität im Kontext der vorherigen und nachfolgenden Szenen zu gestalten. Unter diesen Voraussetzungen ist er frei sich vollkommen auf den Ausdruck der Figuren und ihrer Bewegungen zu konzentrieren.
Das Storyboard ist von Beginn einer Animations-Produktion sowohl die technische Planung, wie die Inspration für alle nachfolgenden Departments.